Dienstag, 15. Dezember 2015

Swatch | Flohmarktlacke und ihre Eigenheiten. Oder auch: Eine Lacksüchtige und ihre Gedanken.


Gestern durfte ich feststellen, dass sich mittlerweile über 1000 Lacke bei mir tummeln. Zusammen mit den Lacken aus den Adventskalendern werden das ja auch nicht weniger. Wieso sind es so viele, fragt man sich da ja, und was für ein Vermögen steckt in dieser Sammlung? Und da habe ich mal drüber nachgedacht. 70 bis 80% meiner Lacke - schätze ich - habe ich nicht voll bezahlt, egal ob es um Sonderangebote, Payback-Punkte, Rabattaktionen, PR Samples oder anderes handelt. Ganz besonders fallen da meine vielen Lacke aus zweiter Hand ins Gewicht. Ich habe sicher schon 100 Stück von Freundinnen vermacht bekommen, die ihren Lacken lieber ein neues Zuhause schenken wollten, als sie wegzuwerfen. Gut so, ich danke euch! :) 


Mindestens genauso viele Lacke habe ich aber auch auf Flohmärkten erstanden, da geben viele Mädels ihre Essies und Annys für 50 Cent her, wo ich dann wirklich schon ein schlechtes Gewissen habe. Dementsprechend schlage ich da natürlich auch zu. Bei mir braucht es eben nicht viel, um mich in einen Lack zu verlieben. Ich mag einfache Cremelacke und da gibt es einfach ein riesiges Spektrum. Klar, ein Zehntel meiner Sammlung ist schon zu viel für einen "normalen" Menschen, aber wer will denn schon normal sein? 


Bei bereits benutzen Lacken geht man natürlich zuerst mit Skepsis ran. Am Anfang habe ich jeden Lack genauestens inspiziert. Ist der noch einigermaßen voll? Stimmt irgendwas nicht? Ist er stark eingedickt? Nachdem ich lange Zeit aber nie einen Lack in der Hand hatte, der mir negativ aufgefallen ist, habe ich aufgehört, danach zu gucken. Es macht ja auch keinen Spaß mehr, wenn man erstmal innerlich eine kleine Checkliste abhaken muss. Ich wurde auch nie von einem Flohmarktlack enttäuscht - bis jetzt.


Auf einem der letzten Fashion Flohmärkte habe ich den hübschen Spot On von Essence entdeckt. Der Lack stammt aus der lange vergangenen Multi Dimension Reihe, von der ich ein großer Fan bin. Leider habe ich in der recht düsteren Posthalle nicht gesehen, dass der Lack mehr als nur halb leer ist. Auf einigen Bildern kann man es recht gut erkennen. Dementsprechend war der Lack eben auch eingedickt und ließ sich ziemlich beschissen lackieren, wenn ich das hier so formulieren darf. Ob es Absicht war, oder die Vorbesitzerin da einfach nicht drauf geachtet und gar keine bösen Absichten hatte - ich weiß es nicht. Mich ärgert es natürlich, auch wenn es sicher nur 50 Cent waren, die ich für diesen Lack ausgegeben habe. Vorallem weil mir die Farbe so gut gefallen hat.


Was mich fast noch mehr ärgert, ist die langfristige Auswirkung. Ab jetzt muss ich mir die Lacke wohl wieder genauer ansehen, was der Sache eindeutig den Spaß nimmt. Allerdings habe ich so viele tolle Mädels getroffen, die einfach froh waren, dass ihnen jemand einen Lack für kleines Geld abnimmt, dass ich es unfair fände, alle dafür zu verurteilen. Klar, der Lack ist lackierbar und mit Nagellackverdünner kriege ich ihn sicher wieder hin. Aber der Ärger ist dennoch da.


In diesem Post steckte jetzt mehr Gerede, als ich eigentlich beabsichtigt hatte, aber das musste ich einfach loswerden. Ich hoffe, ihr könnt meine Gedanken nachvollziehen und seid nicht genervt davon! :D 
Morgen geht es dann wieder um den Lack und nicht die Story dahinter - versprochen!
xoxo; Sophe.

1 Kommentar:

  1. Ich finde es gut, wenn du auch persönliches in den Post miteinfließen lässt.
    Schließlich gibt es hinter vielen Lacken oftmals eine Geschichte. Bei mir ist es zumindestens so ;)
    Habe noch nie auf Flohmärkten nach Lacke Ausschau gehalten.
    Und du hast völlig recht: Normal sein kann jeder!
    Jeder Mensch zeichnet sich doch gerade durch sein Eigenheiten aus. Das macht uns so bunt! :D
    Lg, MOna

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